Frage

Warum beschließt der Stadtrat im August 2013 einen "Masterplan Innenstadt", in dem u.a. wortwörtlich zu lesen ist "...Die Sanierung des Stadtparks kann als gelungen bezeichnet werden, er ist kein Angstraum mehr. Zudem ist er Drehscheibe der Wegebeziehungen in der Innenstadt und zunehmend wieder Gebrauchsraum der städtischen Naherholung und Freizeit der Anrainer...", wenn man keine 2 Jahre später mit dem Beschluss zum Bauhausmuseum eben diesen einst hochgelobten Masterplan zur Makulatur degradiert?

Der Stadtpark galt lange Zeit als Kriminalitätsschwerpunkt in der Stadt, der zunehmend von den Bürgerinnen und Bürgern gemieden wurde. Daraufhin hat man sich verständigt, den Stadtpark mit Fördermitteln umzugestalten. Parallel dazu hatte man innerhalb der Politik die Vorstellung, das historische Areal für eine besondere Bebauung vorzuhalten. An der Ecke Friedrichstraße/Kavalierstraße stand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die Anhaltische Gemäldegalerie. Bis zur endgültigen Entscheidung einer besonderen Bebauung sollte die Nutzung als Grünfläche erfolgen. So wurde in den 90-er Jahren der Bau der Sparkassenfiliale an dieser Stelle beispielsweise nicht genehmigt (siehe MZ, 31.07.2014, S. 3).

Dass die Umgestaltung des Stadtparkes insgesamt gelungen ist, ist unbestritten (siehe MZ, 24.06.2015, S. 3). Die Fläche des Bauhaus-Museums wird lediglich ca. 10 Prozent der gesamten  Stadtparkfläche umfassen. Die Sport- und Freizeiteinrichtungen sind davon unberührt, dies lässt sich dem Bebauungsplan Nr. 220 entnehmen. Deshalb kann von Makulatur nicht die Rede sein. Auch der Verein zur Förderung der Stadtkultur, der jährlich das Leopoldsfest ausrichtet und auf dem vorgesehenen Areal bislang das historische Feldlager betreibt, spricht sich für den Standort für das Museum aus. Dies begründet er damit, dass weitere ausreichende Flächen im Stadtpark vorhanden sind.

Für konkrete Fragen stehen auch die einzelnen Fraktionen des Stadtrates zur Verfügung, die den Beschluss im Stadtrat am 24.09. 2015 mit großer Mehrheit erneut bekräftigt haben. (Weiteres unter:http://www.dessau-rosslau.de/Deutsch/Buergerservice/Buergerinfoportal/) Vor diesem Hintergrund sieht die Stadtverwaltung die Standortfrage unter Anerkennung demokratischer Abstimmungsergebnisse mittlerweile als erschöpfend diskutiert an.

Aktueller Baufortschritt

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